Tag 4 geht zu Ende. Und gedacht habe ich jeden Atemzug daran, zu schreiben, anzurufen. Irgendetwas in seine Richtung zu schicken. Irgendetwas. Und wenn's nur ein Buchstabe wär'. Warum sind wir Menschen so gut darin, etwas NICHT zu tun?
Tag 5 bricht morgen zeitig an. Wird daher noch länger als Tag 4. Verlangt damit noch mehr Konsequenz ab als Tag 4, 3, 2, 1.
Dabei würd' ich lieber aufhören, Tage zu zählen. Oder nur solche bis zu unserem nächsten Kuss.
Soll's das jetzt gewesen sein? Weil sich der K-Mann gezwungen sah, seine Vorstellung vom Uns preiszugeben?
Und dann sitzt man und glotzt Stunde für Stunde, ob er unter irgendeinem dieser tausenden Internet-Accounts vielleicht online ist. Und wenn der grüne Punkt leuchtet, kullern die Tränen. Weil er da ist. Und doch nicht. Nicht für uns.
Und dann möchte man wissen, ob es ihm genau so geht. Ob er sich ebenso dagegen wehrt, zu schreiben. Ob er einfach froh ist. Darüber, dass ihm derlei Diskussionen über Vorstellungen vom Uns nun erspart bleiben.
Und im nächsten Moment überkommt mich eine Gelassenheit. Eine, die sagt: alles, meine Liebe, wird gut. Alles würde gut, sagt sie. Auch das mit dem K-Mann???
Das sagt sie mir nicht. Die Gelassenheit. Und verkommt in meinem Kehlkopf zu einem Stechen, dass es schmerzt beim Schlucken.
Gedacht. Gedacht hab' ich bei jedem Atemzug: Ruf ihn an.
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vor 7 Monaten
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